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SG Reichertsheim-Ramsau richtet FSJ ein!
Ab 1. September 2010 ist Thomas Schaberl im Verein vollbeschäftigt.
Wer hätte das gedacht, dass wir das hinkriegen?! Inspiriert von dem Gedanken, dass ein vollzeitbeschäftigter im Verein vieles unserer intensiven Kinder- und Jugendarbeit übernehmen könnte und zudem Aufgaben erfüllen kann, die wir bisher mangels Zeit und Personal nicht machen konnten, gingen wir unser Vorhaben an: das „Freiwillige soziale Jahr (FSJ) im Sportverein“. Auf dem Infotag beim BLSV, bzw. Bayerischen Sportjugend (BSJ), sahen wir (Peter Peckmann, Sepp Loipfinger u. Manfred Mühlberger), dass außer uns noch mindestens 250 andere aus ganz Bayern den Vorlesungssaal füllten. In sehr vielen Vereinen wird das FSJ mittlerweile schon mehrere Jahre durchgeführt, dieses Jahr werden 330 Stellen in Bayern ausgeschrieben, vor fünf Jahren waren es gerade mal 34.
Wie soll der FSJler eine 38,5-Std-Woche ausfüllen und welche Aufgaben übernehmen? Diese und viele andere Fragen konnten wir schnell klären, da halfen uns diverse Erfahrungsberichte aus anderen Vereinen. Den großen Bedarf der Fußballer zu befriedigen, das kommt auch dem zukünftigen FSJler Albert Schaberl sehr entgegen. Er wird eine Jugendmannschaft hauptamtlich trainieren und betreuen und steht weiteren Teams als Co-Trainer zur Verfügung, natürlich auch nach Bedarf als Helfer in anderen Abteilungen des Vereins. Ein wesentlicher Punkt, ist eine angestrebte Zusammenarbeit mit der Schule in Ramsau. Hier werden sogenannte SAG´s (SportArbeitsGemeinschaften) vorgeschlagen, beim „Sport nach 1“ und evtl. der Nachmittagsbetreuung würde der FSJler auch zur Verfügung stehen. Frau Dr. Reiter (Rektorin, Ramsau) war von unserer Sache überzeugt, und freut sich auf die bevorstehenden Gespräche. Eine Zusammen-arbeit mit weiteren Schulen stehen wir ebenfalls offen gegenüber. Zu den weiteren Aufgaben des FSJlers im Verein gehören auch Dinge wie: Veranstaltungen mit organisieren, Verwaltungstechnische Dinge, Einsatz bei Pflege der Sportanlagen, u.v.m. Um entsprechend Ausgebildet in die Aufgaben zu gehen, absolviert Albert Schaberl am Anfang des FSJ-Jahres einen Übungsleiterlehrgang (C-Trainer), zudem kommen noch Seminartage begleitend zum FSJ (insgesamt 25 Tage). Beides finanziert durch den BLSV in München.
Das A und O aber ist die Bereitschaft ein Jahr im sozialen bzw. pädagogischen Bereich mit Kindern u. Jugendlichen im Sport zu arbeiten. Laut Vorschrift sollen mindestens 50% der 38,5-Stundenwoche der Jugendarbeit gewidmet werden. Dies stellt aber auch kein Problem für uns dar, es werden wohl eher 80%. Natürlich muss der FSJler auch bezahlt werden, und zwar mit 300 € Taschengeld monatlich plus 95 € für Sozialversicherung und Verwaltung. Refinaziert wird dies zum Teil durch die SAG´s, Sport nach 1 u. evtl. Nachmittagsbetreuung mit der Schule, für die es Gelder gibt. Nach weiteren Finazierungsmöglichkeiten wird derzeit noch gesucht. Auch Sponsoren, die von unserer Sache angetan sind, dürfen sich gerne melden. In einer gemeinsamen Sitzung haben sich die 2 Sportvereine und die zwei Fördervereine darauf geeinigt, für ein Jahr für die Finanzierung zu bürgen.
So können wir optimistisch sein unserer Jugendarbeit, nach der Auszeichnung mit dem Sepp-Herberger-Preis 2009, ein weiteres sehr gutes Jahr folgen zu lassen.
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